Leistungsverhalten von Restschuldversicherern

17.12.2018

Marktwächter führen Umfrage bei Anbietern durch

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Hohe Stornoquoten bei Restschuldversicherern
Hohe Stornoquoten bei Restschuldversicherern
© Falko Matte/Fotolia

Verbraucherschützer kritisieren die Restschuldversicherung (RSV) und deren Vertriebspraxis schon seit Jahrzehnten. Im Kern der Kritik stehen die hohen Versicherungsprämien, deren Vorleistung durch die Kreditnehmer sowie die Erstattungspraxis für nichtverbrauchte Prämien. Fraglich ist zudem, wie vielen Versicherten überhaupt Leistung gewährt wird.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat 2017 eine Marktuntersuchung veröffentlicht, in welcher die Banken und Versicherer unter anderem nach der rechtlichen Ausgestaltung der Versicherungsverhältnisse, dem Anteil der vergebenen Kredite mit RSV sowie den Kostenanteilen in der Prämie befragt wurden. Bei der Frage nach den Provisionshöchstsätzen gaben zwölf Banken an, weniger als 50 Prozent an der Versicherungsprämie zu verdienen, zwölf 50 Prozent und sieben mehr als 50 Prozent.2

Die Frage nach den Kosten ist von der Marktuntersuchung der BaFin demnach mit einem alarmierenden Ergebnis geklärt worden. Offen bleibt jedoch, wie häufig Versicherungsleistung beantragt und gewährt wird.

Dieser Fragestellung widmen sich die Marktwächter in der vorliegenden Untersuchung. Dabei zielt die Befragung der Versicherungen auf die Beantwortung von drei Kernfragen ab:

•    Wie hoch ist das Verhältnis von vorzeitigen Abgängen zur Größe des Versicherungskollektivs (Stornoquote)?

•    Wie hoch ist das Verhältnis zwischen gestellten und bewilligten Anträgen (Antragsleistungsquote)?

•    Wie hoch ist das Verhältnis zwischen Leistungsbezügen und Versicherungsverhältnissen (Kollektivleistungsquote)?

Projektleitung

Teamleitung

Sandra Klug
Marktwächter Finanzen
Verbraucherzentrale Hamburg
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