Heizkosten und Ablesedienste

14.12.2018

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Heizkostenabrechnung, Stift, Taschenrechner, Thermostat, Geldscheine, Münzen
Fehler in Heizkostenabrechnungen
© M- Schuppich / Fotolia

Mehr als 75 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland gelten als veraltet  und weisen einen relativ hohen Energieverbrauch auf. Steigende Preise im Wärmemarkt und undurchsichtige Heizkostenabrechnungen zählen zu den häufigsten Gründen, warum sich Verbraucher über ihre Vermieter und Hausverwaltungen beschweren.

In der Heizkostenverordnung sind zwar Art und Weit von Heizkosten und Warmwasser im Mietverhältnis beziehungsweise Nutzungsverhältnis und im Wohnungseigentümerverhältnis rechtlich genau geregelt, trotzdem sind fehlerhafte Abrechnungen die Regel. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nicht alle Mieter und Vermieter kennen die gesetzlichen Bestimmungen genau, oder es kommt zu Änderungen, deren Umsetzung nicht immer einfach ist – ein Beispiel dafür ist die Einführung neuer Regelungen zur Berechnung des Warmwasseranteils im Jahr 2014.

Die Ermittlung des Verbrauches im Bereich Wärme wird in den meisten Mietwohnungen durch einen Ablesedienst durchgeführt. Das Bundeskartellamt geht auf dem Markt für Ablesedienste von einem wettbewerbslosen Oligopol aus. Ein Oligopol auf dem Ablesedienstmarkt kann sich negativ auf die geltend gemachten Preise auswirken.

Das Bundeskartellamt geht davon aus, dass die fünf größten Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich ihre Preise zu Lasten der Verbraucher erhöhten. Der Verbraucher ist der Leidtragende, denn die oligopolistischen Strukturen, aber auch bestimmte Verhaltensweisen der Anbieter, erschweren den Kunden den Anbieterwechsel.

Teamleitung

Svenja Gesemann
Svenja Gesemann
Projektleiterin Marktwächter Energie
Verbraucherzentrale Bundesverband

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Svenja Gesemann
Svenja Gesemann
Projektleiterin Marktwächter Energie beim vzbv
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