Fernwärme

14.12.2018

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Heizkostenabrechnung, Thermometer, Euro-Scheine und Münzen
Verbraucherwarnung: Tarif-Falle für Fernwärme-Kunden
© stadtratte/Fotolia

Am Fernwärmesektor sind die Liberalisierungsentwicklungen des Strom- und Gasmarkts der vergangenen 15 Jahre vorbeigegangen. Der Fernwärmemarkt ist einer der letzten unregulierten Monopolmärkte in Deutschland.

Knapp 5 Millionen Kunden werden in Deutschland mit Fernwärme versorgt.  Viele davon nicht aus freien Stücken, denn der Wechsel des Heizsystems scheitert häufig an baulichen Gegebenheiten, hohen Kosten oder der Anschlusspflicht. Verbraucher haben kaum Möglichkeiten, sich gegen Preiserhöhungen und unverständliche Vertragsklauseln zu wehren. Hinzu kommt, dass Mieter oftmals ihre Verträge nur unter Einbeziehung des Vermieters einsehen können.

Obwohl mehr Fernwärme im Sinne des Klimaschutzes zu befürworten wäre, bestehen im Fernwärmesektor aus Verbrauchersicht verschiedene Defizite:
Die fehlende Regulierung von Preisen und Tarifen bewirkt zum Beispiel unverständliche Abrechnungen. Für Verbraucher ist es damit so gut wie unmöglich, den Überblick zu behalten.

Das Bundeskartellamt hat die Aufgabe den Wettbewerb in Deutschland zu schützen. In dieser Funktion beobachtet die Bundesbehörde auch den Fernwärmemarkt. Der Marktwächter Energie untersucht den Fernwärmemarkt aus Verbrauchersicht und kann dabei auf direkte Erfahrungen im Marktgeschehen zurückgreifen, die dem Bundeskartellamt nicht vorliegen. Neben gezielten und schnellen Verbraucherinformation liefert er so auch der zuständigen Behörden wichtige Informationen.

Teamleitung

Svenja Gesemann
Svenja Gesemann
Projektleiterin Marktwächter Energie
Verbraucherzentrale Bundesverband

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Dániel Fehér
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