Vorsicht bei Lockanrufen von Wohnbaugenossenschaft

22.03.2017

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© leszekglasner

Mit Zuschüssen vom Arbeitgeber und dem Staat in eine Wohnbaugenossenschaft investieren – das klingt nach grundsolidem Sparen. Doch Vorsicht! Mit überraschenden Telefonanrufen versuchen Wohnbaugenossenschaften, Verbrauchern einen Beitritt aufzuschwatzen, damit diese sich mit ihren Vermögenswirksamen Leistungen (VL) beteiligen. Bei den Verbraucherzentralen häufen sich z.B. Beschwerden über ungewollte Mitgliedschaften bei den Genossenschaften GenoKap und Protectum. "Eine Beteiligung an einer Bau- oder Wohnungsgenossenschaft auf diesem Weg ist möglich, ist aber kein üblicher VL-Sparvertrag, sondern eine Unternehmensbeteiligung“, warnt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. Die Investition ist riskant. Schlimmstenfalls droht der Totalverlust. "Doch Risiken verstecken oder verharmlosen die Anbieter gerne."
Brandes rät: Lassen Sie sich keine Genossenschaftsbeteiligung als VL-Sparvertrag aufschwatzen. Wer am Telefon überrumpelt wurde, sollte den Beitritt zur Genossenschaften umgehend widerrufen.

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  • Björn de Vries
    Projektleiter Marktwächter Finanzen beim vzbv
  • Timo Beyer
    Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    (030) 258 00-529
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